31.03.2026 | 18:00 bis 19:00 Uhr • Literatur, Theater & Musik
Faust, der sich wiederverkörpernde Mensch! Der Blick auf Goethe und auf ‚Faust‘ richtet sich auf die beiden Aspekte »Wiederverkörperung und Schicksal«. Dabei eröffnet uns der Dichter a u c h seine Überzeugung, wer er g l a u b t , in einem früheren Dasein einmal gewesen zu sein. Das klingt zunächst unglaubwürdig, weil wir von solchen Gedanken überrascht sind, jedenfalls dann, wenn sie von Goethe kommen. Im 18. und 19. Jahrhundert war der Gedanke der W i e d e r v e r k ö r p e r u n g viel bekannter als heute. Goethes Zeitgenossen wie Schopenhauer, Hegel, Hölderlin, Schelling, Lessing, Schiller und Novalis haben darüber gesprochen und geschrieben.
Armin Zinke verdeutlicht anhand von Texten, w a r u m Goethe zu dieser Überzeugung kommt. Hat man einmal die Fährte aufgenommen, so finden sich immer wieder Stellen in seinen Dichtungen, wo der Meister seine eigene Vergangenheit andeutet.